Wie Sie es vermeiden, in eigene Fallen zu tappen

Kennen Sie das – wenn Sie sich immer wieder sagen „Eigentlich würde ich ja gern ein bisschen mehr verdienen…“ Oder „Eigentlich würde ich ja gern ein paar Kilo abspecken…“ Oder womit auch immer Sie sich in der Kategorie „Eigentlich…“ immer wieder herumschlagen.

Die Sache ist die: Was immer es ist, was Sie wollen, Sie müssen sich darüber im klaren sein, dass es IMMER seine Zeit dauern wird, es zu bekommen!

Unschwer zu erkennen: In diesem Artikel geht es um Motivation und darum, wie wir uns selbst Beine stellen und wie Sie das verhindern können.

Das klingt zu schön, um wahr zu sein? Aber nein! Letztlich geht es doch „nur“ darum, dass Sie die Tricks erkennen, mit denen Sie sich im Zweifelsfall immer dann selbst den Wind aus den Segeln nehmen, wenn Motivation genau das wäre, was Sie am dringendsten brauchen, um ein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Und das gilt für ALLE Lebensbereiche!

Erst himmelhoch jauchzend und was dann?

Wenn Sie einen bestimmten Menschen in Ihrem Leben haben möchten und das entsprechend zum Ausdruck bringen, kann es sehr gut sein, dass dieser Mensch Ihrem Ruf folgt. Aber dann sind da all die Vorstellungen, die Sie haben und die dieser andere Mensch hat, all die früheren Erfahrungen, die Sie beide bisher gemacht haben. Und die Dinge werden kompliziert…

Wenn Sie selbständig sind – oder mit einer Selbständigkeit anfangen – ist es genauso.

Möglicherweise müssen Sie Zugeständnisse machen. Vielleicht sogar anfangs finanzielle Opfer bringen. Wenn Sie dann nicht aufpassen, kann es leicht passieren, dass Sie sich selbst austricksen. Schließlich sind wir alle meist nur zu gern bereit, einen vermeintlich leichteren Weg einzuschlagen, statt uns ernsthaft anzustrengen. Und das dann auch noch über längere Zeit.

Wie eine Beziehung, fordert auch so ein Business – wie klein es (anfänglich) auch sein mag – Ihren Einsatz an guten, wie an weniger guten Tagen. Sie können nicht einfach im Bett bleiben und sagen, „Ok, Schatzi, heute mach du das mit dem Kundenkontakt mal alleine. Ich brauch Zeit für mich…“.

Machen Sie es sich nicht schwerer, als es sein muss.

Mein Tipp: Wenn Sie einen solchen Tag erwischen, an dem Sie am liebsten im Bett bleiben würden, stellen Sie sich vor, wie Sie sich fühlen werden, wenn Sie die nächste Etappe geschafft haben. Dabei ist nicht wichtig, was genau das dann sein wird, was Sie schaffen wollen. Es ist auch nicht wichtig – nicht an solchen Tagen – ob Ihre Vorstellung „realistisch“ ist. Malen Sie es sich einfach nur genüsslich aus. Dann lassen Sie die Tagesroutine Tagesroutine sein (so weit das denn geht, ohne, dass Sie sich in Schwierigkeiten bringen, weil z. B. eine Rechnung dringend bezahlt werden muss), und beschäftigen Sie sich einfach mit einem Bereich Ihres Business, der Ihnen Spaß macht.

Es ist wie in der Liebe: Wenn die Dinge grade holprig laufen, hilft es oft, sich auf etwas Schönes zu besinnen, sich eine gemeinsame Auszeit zu gönnen, um so vielleicht die Chance zu einer Aussprache zu finden ohne gegenseitige Anklagen.

In Bezug auf Ihr Business gehört dazu auch, dass Sie nicht auf andere schulen und meinen, da wäre alles einfach, und nur Sie müssen sich durchbeißen. Glauben Sie mir: Erfolg ist noch niemandem in den Schoß gefallen. Sicher, oft wird es so dargestellt, aber die Wahrheit ist: Ich kenne keinen erfolgreichen Menschen, der sich NICHT am Anfang anstrengen musste.

Aber: Genau diese Haltung von „die da – ich hier“ gibt dem inneren Schweinehund immer wieder Nahrung! Solange Sie meinen, NUR SIE müssen abrackern, während alle anderen irgend welche „Geheimrezepte“ kennen, oder ganz viel Unterstützung bekommen – oder schlichtweg „mehr Glück“ haben – solange werden Sie unwillkürlich Ihre eigene „Arbeitsmoral“ immer wieder untergraben. Sie werden nach Schlupflöchern Ausschau halten, um es sich leicht zu machen. Und Sie werden Ihre Kräfte nicht wirklich gebündelt bekommen.

Das macht vor allem uns Frauen zu schaffen. Wir neigen sowieso zu Selbstzweifeln. Wenn ich dann auch noch meine, alle anderen wissen etwas, was ich nicht weiß, bin ich ganz schnell geneigt, das Handtuch zu werfen. Nicht zuletzt, weil ja zusätzlich zu den Herausforderungen, mit denen wir uns beim Start in eine Selbständigkeit konfrontiert sehen, häufig auch die Familie noch zu ihrem Recht kommen muss. (Was bekanntlich schon genug Potenzial für schlechtes Gewissen und innere Zerrissenheiten mit sich bringt).

So finden Sie Ihren größten Schwachpunkt:

1. Was wollen Sie für Ihr Business als nächstes WIRKLICH schaffen?

2. Was hält Sie bisher davon ab, es zu erreichen?

Ihre Antwort auf Frage #2 ist der Punkt, an dem Sie sich selbst blockieren!

Statt sich am Problem festzubeißen, sehen Sie genau hin. Fragen Sie sich, was an Ihrer bisherigen Argumentation ein Scheinargument ist, das Sie nur davon abhält, sich 100%ig einzusetzen. Ich nenne das eine „Das ist ja nur, weil…“-Ausrede.

Genau so eine Argumentation sitzt bei Ihnen auch. Wetten? Räumen Sie diese Argumentation aus dem Weg, und es wird Ihnen viel leichter fallen, all das in die Tat umzusetzen, was Sie sich vornehmen!

Fragen Sie sich selbst: Sind Sie zu bequem oder zu ängstlich? Stecken Sie fest oder trauen Sie sich nur nicht vorwärts?

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht mit den Beinen, die wir uns selber stellen?

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Susanne

Susanne

Vordenkerin bei der Sternenfaktorei
Ich kann nicht zaubern, aber ich kann Ideen und Konzepte (auch gern mal ausgefallene) für so ziemlich alles und jeden entwickeln. Schließlich habe ich unter anderem damit lange Zeit mein Geld verdient. Und was ich gelernt habe, kann ich anderen einfach und schnell vermitteln. Ich war selbständige Konzeptionerin und freie Autorin. Jetzt bin ich Motivations- und Kreativitäts-Trainerin, Business- und Intuitions-Coach. Und der Kopf hinter der Sternenfaktorei. KaShaka!
Susanne

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