Vorbilder? Jein…

Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel in der Karrierebibel gelesen, auf den mein Lieblings-Skipper @Blickedeeler freundlicherweise bei Twitter hinwies. Das brachte mich spontan auf die Idee, das mal als „Themenstöckchen“ hier aufzufangen. Denn:

Habe ich Vorbilder? Nein. Heute nicht mehr. Früher, ja, früher gab es Zeiten, da war ich ganz heftig auf der Suche nach Menschen, denen ich hätte nacheifern können. Leider stellte sich das als schwierig heraus. Denn da ich lange nicht wusste, wohin ich wollte, fand ich natürlich auch niemanden, der mir die Richtung hätte zeigen können.

Einzige Ausnahme: In Sachen Musik war ich als Teenager voller Bewunderung für Joni Mitchell, Singer/Songwriter mit kanadischen Wurzeln. Das blieb auch etliche Jahre so. Selbst Helga Pilarczyk, meine ausschließlich klassisch orientierte Gesangslehrerin am Hamburger Konservatorium, konnte ich einst dazu überreden, mit mir die Songs von Joni Mitchell einzustudieren, statt der Arie der Königin der Nacht (Sie wissen schon: „Ha ha ha ha ha ha ha ha…“  dreigestrichenes C und so…) und statt Mozart, den musikalischen Aufbau der Mitchell-Songs unter die Lupe zu nehmen.

Trotzdem – generell ist meine Einstellung zu Vorbildern eine eher zwiespältige. Ich denke manchmal, dass die meisten von uns sowieso schon viel zu sehr darauf getrimmt sind, irgendwelchen Standard-Vorstellungen zu folgen. Die Maßstäbe, die dann durch vermeintliche „Idole“ gesetzt werden, sind da im Grunde auch nicht besser. Denn auch diese „Idole“ werden ja wiederum meist „gemacht“. Menschen, die ganz aus sich heraus etwas wirklich Bewundernswertes vollbringen, gibt es halt nur selten.

Heute empfinde ich das mit dem Mangel an geeigneten Vorbildern für mich durchaus als Segen. Denn eben WEIL ich niemanden fand, der für mich als Vorbild fungieren konnte, musste ich eigene Wege suchen. Diese Suche war oft schwierig und führte auch schon mal auf Irrwege. Doch manche dieser Irrwege ließen mich Erstaunliches entdecken. Mal sehen, was ich daraus noch machen kann.

Wenn wir alle immer nur andere nachahmen, kommen wir alle auch immer nur da an, wo alle anderen auch schon sind.

Ist doch schade, oder?

Haben Sie Vorbilder? Und wenn ja, wen und warum?

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Susanne

Susanne

Vordenkerin bei der Sternenfaktorei
Ich kann nicht zaubern, aber ich kann Ideen und Konzepte (auch gern mal ausgefallene) für so ziemlich alles und jeden entwickeln. Schließlich habe ich unter anderem damit lange Zeit mein Geld verdient. Und was ich gelernt habe, kann ich anderen einfach und schnell vermitteln. Ich war selbständige Konzeptionerin und freie Autorin. Jetzt bin ich Motivations- und Kreativitäts-Trainerin, Business- und Intuitions-Coach. Und der Kopf hinter der Sternenfaktorei. KaShaka!
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